Dank für die Seelsorge als Kraftquelle

Pastorin Brehme verlässt nach 16 Jahren die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Diakonissenhaus Detmold

Detmold. Zum Abschiedsgottesdienst von Pastorin Elfriede Brehme am 27. Oktober war die Kirche des Diakonissenhauses voll. Ein Moment zum Lachen und zum Weinen zugleich. Schließlich verlässt Pastorin Brehme nach 16 Jahren die Pfarrstelle der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Diakonissenhaus Detmold. Durch ihre seelsorgliche Betreuung über die vielen Jahren wuchs sie eng mit den Bewohnern und Mitarbeitenden in den Seniorenzentren von diakonis zusammen.
Superintendentin Juliane Arndt nannte zur Verabschiedung die sieben Werke der Barmherzigkeit, die auf den Kirchenfenstern abgebildet sind, wie zum Beispiel Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Kranke besuchen und Tote bestatten. „In deinem Beruf bist du sehr gefordert gewesen und zugleich bedacht worden. Dir ist Jesus begegnet in deinem Tun, welch ein Geschenk“, sagte Superintendentin Arndt. Sie berichtete, dass Pastorin Brehme ihr Vikariat in Heiligenkirchen absolviert und ihre ersten Berufserfahrungen in Berlebeck gesammelt hat. Danach war sie unter anderem in den Kurkliniken in Bad Meinberg tätig, bevor sie im April 2003 auf die Pfarrstelle des Diakonissenhauses gewählt wurde. Aus freien Stücken habe die 60-Jährige sich nun entschieden, unbezahlten Urlaub zu nehmen und anschließend in den wohlverdienten Ruhestand zu wechseln. „Wir geben dich frei vom Dienst und danken Gott für deinen Einsatz und deine Liebe. Gott segne deinen Blick zurück und deinen Weg nach vorne“, so Superintendentin Arndt.
Auch Dagmar Nitschke, Pflegevorstand von diakonis und Vorsitzende der Gemeindevertretung, fand viele dankende Worte für die Erfüllung der so „vielfältigen Aufgaben und Wohltaten“ in den Häusern. Zwei besonders positive Eigenschaften von Pastorin Brehme hob Dagmar Nitschke hervor: Zum einen hätten die Bewohner ihre sehr persönliche und wertschätzende Ansprache gelobt, zum anderen sei es ihr stets gut gelungen, die Worte in Gottesdiensten und Andacht treffend für ihre Zuhörer zu wählen. Dass Pastorin Brehme weiterhin mit der kleinen Gemeinschaft der Diakonissen verbunden bleiben will, freute Dagmar Nitschke sehr. Auch Diakonisse Brigitte Lange und die Diakonischen Schwestern Inge Landermann sowie Christel Rücker brachten in ihren Fürbitten zum Ausdruck, dass die Arbeit von Pastorin Brehme auch eine große, seelsorgliche Hilfe sowohl für die alten Menschen als auch eine „Kraftquelle“ für die Pflegenden gewesen sei. „Wir bitten, dass Gottesdienste und Wortverkündigung in unserem Werk erhalten bleiben, wenn ihre Arbeit hier nun endet“, las Christel Rücker vor. Als vor dem Gottesdienst die Glocken aufhörten zu läuten und der letzte offizielle Moment für Pastorin Brehme begann, sagte sie entschlossen: „Ich blende den Gedanken an den Abschied jetzt aus. Das ist so meine Art, mich auf den Gottesdienst zu konzentrieren.“ Und sie fügte hinzu: „Grundsätzlich ist es aber für mich gut, dass ich jetzt aufhören kann.“



Vor der Diakonissenhauskirche (v. links): Schwester Christel Rücker, Superintendentin Juliane Arndt, Diakonisse Brigitte Lange, Pastorin Elfriede Brehme, Schwester Inge Landermann und Vorstand Dagmar Nitschke. Es fehlt Vorstand Axel Schulz.

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