diakonis präsentiert sich am Tag der Stiftungen

Europaweit wurde am 1. Oktober auf das Wirken von Stiftungen aufmerksam gemacht

Detmold. Was ist eigentlich eine Stiftung? Wie funktioniert sie und wer steckt dahinter? Der Tag der Stiftungen machte am 1. Oktober europaweit auf das Wirken von Stiftungen aufmerksam. In Detmold organisierten die MENTOR.I Stiftung gemeinsam mit der Bürgerstiftung Detmold den ersten Detmolder Schauplatz für die örtlichen Stiftungen im Grabbe-Haus. Auch die diakonis – Stiftung Diakonissenhaus war mit dabei. Insgesamt acht Stiftungen präsentierten ihre Inhalte, teilweise an Ständen in den Räumlichkeiten der Bürgerstiftung im geräumigen Dachgeschoss, teilweise mit Vorträgen und Darbietungen auf der Grabbe-Bühne. Interessante und informative Gespräche prägten den Aktionstag.

Zur diakonis – Stiftung Diakonissenhaus: Das Evangelische Diakonissenhaus, wie es zunächst hieß, wurde vor rund 120 Jahren vom Reformierten Bund gegründet. Zur damaligen Zeit suchte man Menschen, die sich für die Kinderkranken- und Altenpflege engagieren. In Detmold machten drei Diakonissen den Anfang, seitdem traten immer mehr junge Frauen in die Schwesternschaft ein, die in ihrer Blütezeit über 400 Diakonissen zählte. Gerade für große Familien auf dem Lande war es hilfreich, die Töchter im Detmolder Mutterhaus gut untergebracht zu wissen. „Ein guter Frauenberuf zu seiner Zeit“ lautet der Titel eines Buches dazu. Denn die Stiftung hatte den Zweck, die Ausbildung und Versorgung der Diakonissen bis an ihr Lebensende sicherzustellen.
Die Diakonissen und Diakonischen Schwestern, die in nahezu allen lippischen Gemeinden tätig waren, arbeiteten in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen. Pflege und Fürsorge für Kranke, Seelsorge und Hilfsbereitschaft waren und sind für sie gelebte Nächstenliebe.
Aus der Diakonissenanstalt von früher ist längst ein modernes, diakonisches Unternehmen geworden. Die „Frau in der Tracht“ gibt es fast nicht mehr. Erweitert wurde das vielfältige Angebot bei diakonis, wie die Stiftung seit einigen Jahren jetzt kurz heißt, vor rund 16 Jahren durch die Gründung des Stationären Hospizes. Editha Backs, Besitzerin der ehemaligen Stadt-Apotheke (heute Medicum-Apotheke) in Detmold, lag die würdevolle Betreuung schwerstkranker Menschen auf ihrem letzten Lebensweg sehr am Herzen. Sie gründete deshalb die Editha-Backs-Stiftung. Alle Spenden an diese Stiftung kommen ausschließlich dem Hospiz von diakonis zugute.

Weitere Infos unter www.tag-der-stiftungen.de

Beitrag von diakonis: Auf der Bühne des Grabbe-Hauses schlüpfte eine Freiwillige aus dem Publikum in den „Age Man“. Dieser Alterssimulationsanzug soll für Verständnis für ältere Menschen werben.

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