Ganz schön viel Maloche

Seniorenzentrum Haus der Diakonie eröffnet Ausstellung des LWL-Industriemuseums am 6. Juni

Lage. Ob unter Tage, in der Textilfabrik, im Garten, an der Werkbank oder in der Waschküche − vor 50 Jahren bestand der Alltag für Frauen und Männer vor allem aus „ganz schön viel Maloche“. So heißt denn auch eine neue Ausstellung aus dem LWL-Industriemuseum, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf „Wanderschaft“ durch Senioreneinrichtungen in Westfalen schickt. Die nächste Station ist das diakonis-Seniorenzentrum Haus der Diakonie in der Friedrich-Petri-Straße 65 in Lage. Dort wird die Ausstellung am Donnerstag, 6. Juni, um 10.30 Uhr eröffnet. Ab dann können die Bewohner der Einrichtung sowie externe Besucher die Ausstellung bis Sonntag, 21. Juli, täglich besuchen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Ganz schön viel Maloche! Erinnerungen an die Arbeit“, die von wissenschaftlichen Volontären des LWL-Industriemuseums erarbeitet wurde, stehen Themen wie Einkommen, Familie, Haushalt und Freizeit, Ängste und Arbeitslosigkeit. Die gezeigten Exponate stammen allesamt aus dem Lebens- und Arbeitsalltag älterer Menschen: Das Grubentuch erinnert an die schweißtreibende Arbeit Untertage ebenso wie an die Textilindustrie. Auch im Haushalt wurde „malocht“: Weckgläser, Waschbrett und Kartoffelkorb repräsentieren die langen und ebenso arbeitsreichen Tage der Hausfrauen. Laut dem LWL-Industriemuseum knüpfen die Themen an Erfahrungen und Gefühle der Seniorinnen an und ermöglichen so einen Rückblick auf die eigene Lebensgeschichte. Exponate zum Tasten, Riechen und Hören wie duftende Seife oder grober Stoff sprechen außerdem ganz bewusst alle Sinne an. „Wir freuen uns sehr, die Ausstellung bei uns im Haus zu haben, denn die Präsentation gibt jede Menge Stoff für Gespräche der Bewohner untereinander und mit den Angehörigen“, so Carola Hilker, Hausleiterin des Seniorenzentrums.

Hausfrau mit Einweckgläsern: Die Ausstellung im Haus der Diakonie erinnert an die mühevolle Arbeit von früher.

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