Rotary Club spendet 5.000 dem Hospiz

Weihnachtsbaumerlös beschert großzügige Spenden für die diakonis-Einrichtung und den Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst

Detmold.  Der Weihnachtsbaumverkauf des Rotary Clubs Detmold-Blomberg war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg. Satte 10.000 Euro kamen durch die rund 400 verkauften Bäume zusammen. Den Erlös spendete der Rotary Club nun zu gleichen Teilen dem Stationären Hospiz von diakonis und dem Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst in Lippe.

Die jeweils 5.000 Euro finden in beiden Einrichtungen jetzt ihre gute Verwendung. Mit der großzügigen Finanzspritze des Rotary Clubs möchte diakonis jetzt den Wohn- und Aufenthaltsraum samt Küche im Erdgeschoss des Hospizes renovieren. Der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst will laut einem Bericht in der Lippischen Landeszeitung unter anderem in eine Fortbildung der ehrenamtlichen Begleiter investieren.

Für Clubpräsident Dr. Rolf-Ulrich Dieckhoff ist das Hospiz eine gute und sinnvolle Einrichtung. Der Blomberger Internist habe im Hospiz schon öfter Patienten besucht, die von der liebevollen Zuwendung und der Erfüllung besonderer Wünsche sehr angetan gewesen wären. Durch diese persönliche Erfahrung habe er die Clubmitglieder für die Spendenprojekte überzeugen können.

Da die Finanzierung des Hospizes nicht komplett von Krankenkasse und Pflegekasse bestritten wird, schultert diakonis den Restbetrag allein. Daher sind Spenden immer herzlich willkommen. Auch können von den Spenden Besuche eines Märchenerzählers, ein Clown-Besuch, Fortbildungen für die Mitarbeiter oder ähnliches ermöglicht werden. Durch diese kleinen Besonderheiten unterscheidet sich das Hospiz von anderen Einrichtungen.

Dr. Dieckhoffs Tante Editha Backs, Apothekerin und Besitzerin der ehemaligen Stadt-Apotheke in Detmold (heute Medicum Apotheke), starb selber im Hospiz. Da es ihr Herzenswunsch war, Menschen auf ihrem letzten Lebensweg in Würde und Geborgenheit zu begleiten, gründete sie vor 15 Jahren eine Stiftung (Editha Backs Stiftung), die seitdem das Stationäre Hospiz der diakonis - Stiftung Diakonissenhaus unterstützt. Vorstand und Kuratorium der Stiftung arbeiten ehrenamtlich, Dr. Dieckhoff gehört ebenfalls zum Vorstand.

Astrid Hauke
Spendenübergabe (v. l.): Monika Johann (Hospizdienst), Hans-Bodo Goldbeck, Dr. Rolf-Ulrich Dieckhoff, Ulrich Heinemann (alle Rotary Club), Werner Adam (Hospizdienst), Brigitte Welton sowie Hospiz-Leiterin Annalena Krause. Foto: LZ/Engelhardt

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