Mehr Pflege, weniger tippen

diakonis-Mitarbeitende nutzen KI-gestützten Sprachassistenten „Voize“

Detmold. Viel Zeit beansprucht die Dokumentation in der Altenpflege. Zeit, die dadurch für Pflege und die Beziehung zu den älteren Menschen fehlt. Bei diakonis wird von den Mitarbeitenden in den Einrichtungen jetzt der KI-gestützte Sprachassistent „Voize“ genutzt. Pflegekräfte können damit ihre Dokumentation einfach per Spracheingabe ins Handy erfassen. Selbst Dialekte oder Akzente werden zuverlässig erkannt. Die KI verarbeitet das Gesprochene in strukturierte Einträge und überträgt alles in Echtzeit in bestehende Dokumentationssysteme. Das schafft mehr Raum für die eigentliche Arbeit am Menschen.


„Hoher Dokumentationsaufwand gehört zu den größten Belastungsfaktoren in der Altenpflege. Unsere Mitarbeitenden standen ständig zwischen den notwendigen Dokumentationen und ihrem inneren Bedürfnis nach bester Betreuung unserer Bewohnerinnen und Bewohner“, berichtet Pflegevorstand Dagmar Nitschke, warum man sich entschlossen habe, „Voize“ einzuführen.


Neben der Zeitersparnis wirkt sich der moderne Einsatz von „Voize“ positiv auf die Zufriedenheit, Teamstimmung und die Mitarbeiterbindung aus. „Wir sind damit viel schneller, vergessen nichts und sind einfach innovativer“, zeigt sich Pflegefachkraft Ioana Alexandra Merlan aus dem Seniorenzentrum Sofienstraße überzeugt.
Vor allem bei den Neuaufnahmen sei das Programm eine große Erleichterung, weil es den Bericht gleich sinnvoll gliedert. „Das ist schon sehr intelligent“, lacht die Pflegefachkraft.

(af)

Eine Mitarbeiterin spricht ins Handy
Pflegefachkraft Ioana Alexandra Merlan spricht die Dokumentation ins Handy.
Display von einem Handy
In Echtzeit wird das Gesprochene in die entsprechenden Kategorien automatisch eingepflegt.